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REVIEWS: Furioso |
| Lärmbelästigung
Zine
(GER) Schlappe 9 Jahre nach dem Release des Debüts „ A Pale Debilitating Autumn“ haben sich PAVOR für Ihr neues Album Zeit gelassen, eine unglaublich lange Zeit, doch das Warten hat sich gelohnt, denn „Furioso“ ist ein echtes Meisterstück des technisch progressiven Death Metals geworden. Komplett in Eigenregie produziert und auch veröffentlicht, kommen PAVOR mit einem ureigenen Stil daher, der anfangs teilweise fast konfus wirkt, nach mehrmaligen Hören aber die Strukturen sehr wohl erkennen lässt. Man verzichtet ganz und gar auf irrsinnige Solo-Spielereien und lässt die Songs immer nachvollziehbar bleiben. Durch die klare Produktion kommt jedes Instrument gleichberechtigt zur Geltung, was gerade dem sehr abgefahrenen Bassspiel von Rainer Landfermann zugute kommt, der in seinem Spiel viele Jazz- und Funk-Einflüssen verarbeitet hat und ohne Zweifel, die verrücktesten Bassläufe fabriziert, die ich auf einem Metal Album jemals gehört habe. Aber auch die Gitarristen verstehen Ihr Handwerk perfekt und zaubern teilweise echt atemberaubende Riffs hervor. Der Gesang ist sehr tief, passt aber perfekt, da er auch variiert wird und nicht nur in einer Tonlage gegrunzt wird. Außerdem wurden keinerlei Hilfsmittel wie Harmonizer etc. benutzt, was die Band explizit im CD Booklet hervorhebt. Als musikalische Parallelen würde ich mal auf jeden Fall Bands wie Atheist, Cynic oder auch die letzten beiden Pestilence CDs nennen, doch auch neuere Immolation CDs oder auch die letzte CD von Morbid Angel kann durchaus als Wegweiser für „Furioso“ dienen. PAVOR sagen selber im CD Booklet, dass sie sich vor keiner Band zu verstecken brauchen und sich ganz klar von Möchtegern Härtnern distanzieren, was musikalisch auch sicherlich zutrifft. Live technisch jedoch noch lange nicht, denn wenn ich den sehr mäßigen Auftritt beim Voices from the Darkside Festival zugrunde lege, konnte mich die Band bühnentechnisch nicht wirklich überzeugen. Doch wie gesagt, PAVOR reihen sich musikalisch mit „Furioso“ aber ganz locker in o.g. Bands ein und man kann nur hoffen, das sich Ihre große Eigeninitiative lohnen wird und „Furioso“ entsprechend in der Szene einschlagen wird. Wer auch nur halbwegs was mit technischen Death Metal anfangen kann, sollte sich „Furioso“ ganz dick notieren, denn die Band hat es wirklich in sich. Für mehr Infos auf www.pavor.com klicken, wo es neben der „Furioso“ CD auch noch das Debüt zu bestellen gibt. Ingo |