Legacy
(GER)
Zwischenzeitlich sind PAVOR bezüglich ihres CD-Ausstoßes
schon von Beyond North, dem Ein-Mann-Black Metal-Kommando ihres Drummers
Michael Pelkowsky überholt worden ("The Dark Is My Father",
1995 und "Spectaculum", 1997); zumindest habe ich nach "A
Pale Debilatating Autumn" keinen offiziellen Tonträger mehr
von ihnen in den Händen gehalten. In der selben, nur um den zweiten
Gitarristen Holger Seebens reduzierten Konstellation legt man nun,
neun Jahre nach der ersten Lehrstunde in Sachen technischen Death Metals
mit "Furioso", die nächste Kiefersperre unter dem leicht
präzisierten Motto bereit: "To all wimps, dilettantes,
kiddies, fakes and other boring lowlifes
out there that keep making fools of themselves by trying to be evil,
brutal or even musically relevant: STAY AT HOME AND PRACTISE!!".
Harte Worte, die in Verbindung mit einigen anderen Äußerungen
- und Bassist Rainer Landfermanns nicht ganz unkomplizierter Beteiligung
am zweiten Bethlehem-Longplayer - schon früh den Ruf der arroganten
Sonderlinge und dissenden Einzelkämpfer entstehen ließen.
Songtitel wie 'Dilettante's Dilemma' werden die Glut wieder zusätzlich
anheizen. Doch man sollte nicht den Fehler begehen, PAVOR nur
an ihren verbalen Äußerungen zu messen, denn das, was sie musikalisch
zu bieten haben, sucht wirklich seinesgleichen, nicht nur in Deutschland.
Cynic und Atheist wurden in Death Metal-Zirkeln vergöttert, obwohl
sie sich schnell anderen Stilrichtungen geöffnet haben - bei PAVOR ist
brutalste Musizierkunst auf höchstem Niveau geboten, ohne
dass man dem Death Metal nur wegen der Nutzung eines quergeistigen
Leadbasses den Rücken kehrt. Klar gibt es gerade in den letzten
Monaten unzählige Acts ausgehend von den USA und Kanada, die ähnliches
auf ihre Fahnen geschrieben haben, doch von den zumeist auf Hyperblast-Dauerfeuer
ratternden Schergen hebt man sich mit "Furioso" gekonnt ab.
Beide Alben kann man nach Kontaktaufnahme über die Homepage
www.pavor.com ordern.
(BTJ)
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