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REVIEWS: Furioso |
| metallhammer.de
(GER) „Uncontrollable forces focus their powers on me” mit diesen Worten wird das aktuelle Album Pavors eröffnet...und ziemlich genau 10 Sekunden später wird deutlich dass man es besser kaum hätte ausdrücken können!! Die Bonner schlagen 9 Jahre nach dem spektakulären „A Pale Debilitating Autumn“ zurück...und zwar mit einer Wucht dass jedem Mode-Metaller der In-Flames Chorus im Halse stecken bleibt!! Immer noch selbst verliebt, immer noch selbst finanziert und produziert, immer noch die selbe Attitude, immer noch Untergrund wie Sau (ich steh hart auf so was)! Besetzungstechnisch ist auch alles beim Alten geblieben, lediglich Zweitgitarrist Holger Seebens musste nach dem Release von „A Pale...“ gehen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Wo „A Pale...“ Wegweisend war, ist „Furioso“ Bahnenbrechend!! Es ist eine Achterbahnfahrt technisch/progressiv getränktem Deathmetals, die trotz des ganzen Gefrickels noch eine Atmosphäre aufbaut die sich gehörig gewaschen hat. Vergleiche lassen sich, meiner Ansicht nach, höchstens zu Legenden wie Cynic, oder zu Superproggern wie Spiral Architect ziehen (aber dass wohl auch nur im Tieftönerbereich). Und da wären wir auch schon bei einer (wenn nicht sogar DER...) Besonderheit Pavors gegenüber jeder anderen Deathmetalband: Rainer Landfermann, der Bassakrobat (übrigens auch verantwortlich für den Großteil der Lyrics), der wohl noch nie was von In-scale Riffing und Geschwindigkeitsbegrenzungen gehört hat. Wunderbar Arrangiert zieht er Dinger ab, die höchstens noch im Fusion-Jazz Bereich zu finden sein könnten. Auch das Zusammen- bzw. Gegenanspiel von Gitarre und Bass ist jenseits von Gut und Böse. An manchen Stellen (zb. im Track „Furioso“) entwickeln sich wahre Duelle. Das Drumming ist präzise bis ins Detail und die Vocals einfach nur fett (im Sinne von Sound). In fast jedem Lied befindet sich mindestens ein irgendwie jazzig/bluesig angehauchter Part, der jedes Mal einen gewaltigen Teil zur Gesamtgröße des Albums beiträgt. Die beiden knapp 9 min Monster „Inflictor Of Grimness“ und „Inconsistent ClayBlood Totemist“ sind sogar teilweise sehr Melancholisch (steh ich auch hart drauf), ohne auch nur ansatzweise an Härte zu verlieren. Einzig „Crucified Hopes“ wirkt (sowohl textlich als auch spielerisch) ein wenig verloren im Gegensatz zu den anderen Songs. Doch da dieses Lied eigentlich von ´89 ist, wird sich hier wohl auch niemand beschweren dürfen. Also, summa summarum: Pavor sind kein Stück leiser, langsamer oder sonst irgendwas geworden. Sie liefern mit „Furioso“ Männermusik ab, die es erwachsener, eigenständiger und aufwirbelnder nicht geben kann. Mindestens 3 Songs (Inflictor Of Grimness, Inconsistent ClayBlood Totemist, Furioso) beanspruchen einfach Perfekt zu sein (und das ist wahrlich nicht einfach so daher geredet, hört euch die Mp3s auf der Page an). Jeder der sich dieses Teil entgehen lässt, weiß nicht wie weit man Musik biegen und brechen kann. „Inverse permutations in faltering transformations. Incessantly...Furioso!“ ...ja genau, danke!!! The_Stillborn_One Punkte: 5/5 |